Biogasanlagentechnik hilft sparen durch Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen

Das wichtigste Instrument für eine zukünftig gesicherte Energieversorgung liegt in der sinnvollen Aktivierung vorhandener Einsparpotentiale.

Wegen ihrer Wirtschaftlichkeit setzen neben landwirtschaftlichen Unternehmen auch Investoren, Energieversorger und Stadtwerke auf Techniken der Vergärung von nachwachsenden Rohstoffen (NAWAROs)

Bei der Erstellung von Energiekonzepten für private, gewerbliche und kommunale Kunden steht deshalb zunehmend die Aktivierung von Einsparpotentialen und der umweltgerechten Versorgung mit Strom und Wärme durch Nutzung regenerativer Energiequellen im Zentrum des Interesses.

Biogas entsteht bei der Vergärung von Biomasse. Es ist ein methanhaltiges Gas, das als erneuerbarer und vielseitiger Strom-, Wärme und Treibstofflieferant entscheidend zu einer sicheren und umweltverträglichen Energieversorgung beiträgt. Biogas lässt sich speichern oder in das Erdgasnetz einspeisen und ist dadurch besonders flexibel. Als Multitalent für die Energieversorgung kann es in naher Zukunft rund zehn Prozent des Erdgasbedarfs decken, ohne die Nahrungsmittelproduktion zu beeinträchtigen

Biogas ist wie Erdgas ein Gasgemisch, das vor allem aus Methan besteht. Mikro­organismen bilden es, wenn sie Pflanzen, Mist oder Gülle umwandeln. Auch in Kläranlagen oder auf Mülldeponien entsteht Biogas.
Zur energetischen Nutzung wird das Biogas heute in sogenannten Blockheizkraftwerken (BHKW) in Strom und Wärme umgewandelt. Die Wärme lässt sich beispielsweise zur Beheizung von Gebäuden einsetzen. So wird die Energie doppelt und dadurch besonders effizient genutzt. Da bei der Biogasherstellung nur so viel Kohlendioxid entsteht, wie die Energiepflanzen bei ihrem Wachstum aufgenommen haben oder aus Abfällen ohnehin entweichen würde, sind Strom und Wärme aus Biogasanlagen besonders klimaverträglich.

 

Der langen Liste von Vorteilen der Biogastechnik stehen nur wenige Nachteile gegenüber:

Vorteile der Biogaserzeugung

  • Energetische Nutzung
  • Hohe Gesamtwirkungsgrade durch Kraft-Wärme-Kopplung
  • Eigene Wärmeversorgung aus BHKW möglich
  • Einsparung fossiler Energieträger
  • Reduzierung treibhausgaswirksamer Gase
  • Stärkung des ländlichen Raumes
  • Zweites Standbein für landwirtschaftliche Betriebe
  • Verminderung der Geruchsemissionen aus Gülle
  • Erhöhung der Pump- und Fließfähigkeit von Gülle
  • verbesserte Vorraussetzungen für die Ausbringung
  • Erhöhung der Pflanzenverträglichkeit
  • Umsetzung des Kreislaufwirtschaftsgedankens
  • Einsparung von Kunstdünger
  • Reduktion pathogener Keime in der Gülle
  • Verminderung der Keimfähigkeit von Unkrautsamen


Nachteile der Biogaserzeugung

  • Gegebenenfalls Geruchsemissionen durch angelieferte oder gelagerte Substrate
  • Bei zugekauften Substraten ggf. Abhängigkeit von den Substratpreisen